Mauerseglernistkästen: Schutzmaßnahmen
   
 

Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass die Segler manche Nistplätze nicht annehmen.

 

Beispiel 1:
Die beiden Kästen (Bild 1) wurden bisher nicht angenommen. Begründung: Die Sonneneinstrahlung muß so stark sein, dass die Jungen in den Bruthöhlen "brutzeln" würden.
Der mit Alufolie beklebte Schweglerkasten wurde umgehängt (siehe Bild 5). Für 2010 erwarte ich auch hier einen Bruterfolg.

 

Beispiel 2:
Der direkt nach Süden ausgerichtete Nistkasten aus Beton (Bild 2 links) wurde zunächst verschmäht. Begründung wie oben.

Nach Umhängen an die Südwand und Anbringen der Alufolie im Jahr 2008:

vergrößern - anklicken! Bild 5 vergrößern - anklicken! Seit 2008 wird erfolgreich gebrütet.
   
  Beispiel 3:
Der 3-er Kasten (Bild 3 u. 4): Nur der von der Westsonne abgewandte Brutraum wurde bisher angenommen.
  Deshalb habe ich Verbesserungen am Wärme-/Sonnenschutz vorgenommen.
  Ein weiterer Grund für Abneigungen besteht darin, dass die Nester von Freßfeinden angegriffen werden können. Auf dem Dach des Nistkastens kann sich beispielsweise eine Krähe niederlassen und mit seinem Schnabel in die Einfluglöcher vordringen.
Abhilfe:
große Dachüberstände und lose überlappende Dachpappe, die bei Belastung nachgibt und der Vogel den Halt verliert.
 

Will man die Segler aus der Nähe beobachten, oder an schlechter gelegenen Orten Nistplätze schaffen, muss man bestimmte Kompromisse eingehen und die Beschaffenheit der Nistplätze aus der Sicht der Mauersegler sehen.
Nur so kommt man zu erfolgreichen Ansiedlungen und kann das Treiben dieser einzigartigen Luftbewohner genauer beobachten.

Für weitere Anregungen bin ich sehr dankbar.

   

Sonnenschutz-Variante 1:

Frontseite nach Westen: Die Sonne kommt in diesem Fall von allen Seiten.
Abhilfe:
Alufolie und überstehende Dachziegel (rechts mit Unterbrett)
Frontseite nach Süden:
Sonnenschutz mit Alufolie
und Anflugschutzbrett
Die aufgelegte Dachpappe hat einen Überstand
und ist mir Steinen beschwert.
Bild 1     Bild 2

Sonnenschutz-Variante 2:

Frontseite nach Norden: das Dach wird von der hochstehenden Sonne aus Süden stark beschienen.
Abhilfe: Hinterlüftetes Dach
ein 2. Holzdach mit Abstandshölzern zum Unterdach
und Wetterschutz aus Dachpappe mit Überstand.
Vor Abheben des Daches werden Holzstäbe aufgeschraubt
Bild 3     Bild 4
     

Texte und Fotos: Klaus Roggel, Konstanzer Str. 4, 10707 Berlin, 2003
Copyright (c) Klaus Roggel

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aktualisiert: 20.04.2010      zurück     
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